Glück im Spiel…

Glück im Spiel…

Glück im Spiel = Glück in der Liebe. Warte mal, den Satz haben wir doch anders gelernt, richtig? Mir egal. Ich mag den Glaubenssatz mit dem Doppelglück viel lieber, als in etwas zu gewinnen und dadurch in einem anderen Punkt automatisch zu verlieren.

Wo wir gerade bei Doppelglück sind: Anke und ich waren vor zwei Wochen auf dem wundervollen Kesselfestival, welches unser Freund Christian jedes Jahr veranstaltet. „Hey, guten Morgen“, höre ich und drehe mich um. Da steht ein netter junger Mann mit einem iPad und grinst uns an. „Raucht ihr E-Zigarette?“ Während Anke nickt, schüttle ich leicht genervt den Kopf. „Wenn ihr euch registriert, könnt ihr bei uns am Stand etwas gewinnen. Der Hauptpreis sind JBL Boxen.“ Aha, warum hast du das nicht gleich gesagt… natürlich rauche ich auch… Da kommt direkt der Schwabe in mir hoch und auf einmal rauche ich offiziell (für deren Datenbank) auch. Mit einem runden Token im Gepäck machen wir uns auf zum Glücksrad, welches auch nur 10 Meter von uns entfernt steht. Auf drei Feldern steht „Hauptgewinn“ und auf vielen anderen steht nichts. „Ich gewinne die Boxen“, sage ich mir, drehe… und… schwarzes Feld. Na super. Trostpreis. Ein Umhängeband. Anke geht zum Glücksrad, dreht und der kleine Flipper bleibt auf einem der Hauptgewinne stehen. Jackpot. Wir haben neue Boxen.

Ein wenig später sehe ich ein Paar mit blauen Baseballmützen. „Optimist“ und „Optimistin“ stehen vorne aufgestickt. Da ich gerade beschäftigt bin, flüstere ich zu Anke: „Frag die mal, woher die die Kappen haben…“ Gesagt, getan. „Vom alwa Mineralwasser Stand haben sie gesagt.“ Wir also in der nächsten Pause hin zu alwa. Gleiches Spiel. Glücksrad. Da wir wenig Zeit haben, laufe ich zielstrebig auf den Glücksrad-Peter-Bond von alwa zu, der gerade hinter das Zelt läuft und erkläre ihm, dass wir quasi Kesselfestival-Kollegen sind und was nötig ist, jeweils eine der Mützen zu bekommen. „Na, kommt mal mit.“ Er läuft zurück zum Glücksrad. Dort warten bereits 10 Menschen auf ihren Dreh. „Entschuldigung die Dame, die beiden müssen wir mal kurz vorziehen“, sagt er der Dame, die ganz vorne steht. Anke dreht… Hauptgewinn. Sie bekommt ihre Mütze. Ich drehe… Niete. Ich drehe nochmals… Niete. Ja jetzt leck mich doch am Arsch. Die Frau hinter mir hat Mitleid und dreht das Glücksrad heimlich ein Feld weiter auf Hauptgewinn. „Nein, nein, nein. So geht das nicht“, sagt der alwa-Peter-Bond. Na super. Das wird ja ein Spaß werden. Ich drehe ein drittes Mal… Niete. Er schüttelt den Kopf und winkt mich zu einem Probestand für alwa-Getränke. „Was ist deine Lieblingsfarbe?“ Ich schaue auf die Flaschen und denke, dass ich nun etwas probieren darf. „Stilles Wasser.“ „Nein, nicht das Getränk. Die Farbe.“ Nun sehe ich, dass die Flaschen verschiedene Deckelfarben haben. Jedoch sehe ich sehe kein stilles Wasser. Also wähle ich Medium-Wasser mit dem grünen Deckel. „Grün.“ Er reisst die Arme in die Höhe. „Ja… das stimmt. Gewonnen…“ ruft er voller Freude. Er grinst und reicht mir die Mütze.

Als ich die Geschichte dann am Montag darauf bei unseren Karibik-Rebellen erzähle, fügt Anke etwas Wichtiges an: „Wisst ihr; Norman wollte gewinnen. Ich wollte einfach nur das Glücksrad drehen.“ Und in diesem Moment ist mir klar, warum Anke in den beiden Spielen gewonnen und ich an Erfahrung gewonnen habe. Ich bin mit einem Gefühl von Mangel an die Sache gegangen. Denn ich hatte den Hauptpreis ja noch nicht. Das Drehen des Glücksrades ist dann nur Mittel zum Zweck gewesen, um an den Gewinn zu kommen. Nur bedeutet das – Mangel rein = Mangel raus. Anke hat gedreht, weil sie eine kindliche Freude am Drehen hat. Und ihr war im Grunde genommen das Ergebnis egal. Es ging ihr in dem Moment nur um das Drehen. Bei mir ging es nicht um das Drehen, sondern ums Gewinnen, was nur die Konsequenz des „richtigen“ Drehens ist. Und das, was du rein gibst, wirst du auch rausbekommen.

Habe ich daraus etwas gelernt? Auf jeden Fall. Nämlich noch mehr darauf zu achten, dass ich die Tätigkeit, die ich JETZT tue, nur mache, weil ich sie jetzt tun will. Und nicht, weil sie Mittel zum Zweck ist und mich nervt, weil ich doch im Grunde etwas ganz anderes will. So wie im Vertrieb oftmals der Auftrag wichtiger ist als das z.B. Gespräch mit dem Kunden. Dazu passt ein schöner Satz, den ich vor Jahren gehört habe: „Der Kunde steht im Mittelpunkt… und damit allen im Wege.“ Tja, wenn du das so siehst und den Kunden nur nutzt, um an deine Ziele zu kommen, wird es dich energetisch in den Hintern beißen. Sei nett zu dem Kunden und genieße den Weg. Vergiss den Auftrag und sei vollkommen bei deinem Gegenüber. Dann freue dich darauf, was Tolles kommt. Daher liebe ich das Doppelglück. Glück im Spiel = Glück in der Liebe.

Alles Liebe und eine superschöne Woche.

Mehr Freude durch Vergebung

Mehr Freude durch Vergebung

„Für viele Menschen gibt es nur einen Weg. Der ist dann schwarz oder weiß, links oder rechts, richtig oder falsch. Unser Weg ist der Weg der Mitte. Und das heißt der Weg der Vergebung…“ Diese Worte während eines Gottesdienstes erweckten meine Aufmerksamkeit.

Was wäre, wenn du anderen Menschen und auch dir selbst viel öfter vergeben würdest? Klar – andere machen „Fehler“. Wir selbst machen Lernerfahrungen. Dabei sind wir oft unser größter Kritiker. Doch indem wir lernen, uns selbst und anderen zu vergeben, kommen wir schneller wieder auf den Weg der Freude. Vergebung ist der Schlüssel zu mehr innerer Ruhe und zu mehr Frieden. Je mehr du vergibst, desto leichter fühlt sich dein Herz an und umso mehr Freude lässt du in dein Leben.

„Solange du dich über andere aufregst, schluckst du das Gift und hoffst jedoch, dass der andere dadurch tot umfällt.“ Wird nur nicht passieren. Weder heute, noch morgen, noch irgendwann. Das Einzige, was passiert, ist, dass du selbst darunter leidest und dich dann von deinen negativen Gefühlen leiten lässt. Somit ruinierst du sowohl dein Jetzt als auch alles, was danach folgt. Sei doch ein wenig kulanter mit dir selbst. Schau dir die Situationen, die dich ärgern, mit einem Lächeln an. Stell dir vor, dass jeder Konflikt, jede Herausforderung, nur eine Szene in deinem persönlichen Film ist, die dazu da ist, dass du daraus lernst und wächst (passend zu meinem Impuls von letzter Woche). 

Mein Tipp: Beobachte dich selbst viel öfter beim Denken. Immer, wenn der Moderator in deinem Kopf wieder eine Meinung zu etwas hat, schau ihm von außen zu und sage „Das ist interessant.“ Wenn dich jemand verbal angreift, sage genau dasselbe. Vera F. Birkenbihl gab vor vielen Jahren den Rat: „Wenn jemand etwas Blödes zu dir sagt, erwidere einfach ‚Das ist interessant. Kannst du mir mehr darüber erzählen?‘ Das Gegenüber macht das maximal drei Mal und sucht sich dann ein neues Opfer. Denn du gehst auf die Attacke nicht mehr ein.“

Weißt du, dass es okay ist, nicht perfekt zu sein. Es ist okay, Lernerfahrungen zu machen. Es ist auch okay, sich zu ärgern. Wichtig ist nur, wie du damit umgehst. Vergib dir selbst und anderen, und du wirst sehen, wie viel leichter und glücklicher dein Leben wird und wieviel mehr Freude du dadurch hast.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne und vergebungsvolle Woche.

Humorwochen beim Universum

Humorwochen beim Universum

Wir haben am vergangenen Montag bei unseren Karibik Rebellen eines festgestellt: Es scheinen gerade Humorwochen beim Universum zu sein. Viele unserer wundervollen Community-Mitglieder erleben gerade trotz ihres positiven Mindsets… sagen wir mal, interessante Dinge. Das Schöne ist, dass wir uns alle nicht mehr wie früher komplett aus der Ruhe bringen lassen, sondern (zumindest im Nachgang) lächelnd damit umgehen.

Und genau darauf möchte ich diese Woche hinaus. Was wäre, wenn das ganze Leben eine Sendung wie „Verstehen Sie Spaß?“ wäre. Da gibt es ein Universum über dir, und das möchte dich ab und zu „hops“ nehmen. Warum? Weil dir ganz viele Engel zuschauen, und ähnlich einem Film ist es ja langweilig, wenn dein Leben nur positiv verlaufen würde. Wäre dein Leben wirklich ein Film, würden die Zuschauer nach ein paar Minuten gelangweilt abschalten, wenn alles rund laufen würde. Anke liebt ja diese Netflix-Weihnachtsfilme, die manchmal gar keinen großen Konflikt in der Geschichte haben. Laaaaangweilig, sage ich nur. Wir wollen Konflikt. Wir wollen Action. Wir wollen ein Happy End. Nun zurück zu deinem Leben. Gibt’s da nicht all diese Momente? „Naja, Norman, ein Happy End hatte ich noch nicht. Ich hab meine Ziele und Wünsche noch nicht erreicht…“ Danke für deinen offenen und ehrlichen Gedanken. Nur hast du vor, bereits jetzt auszuchecken? Ich würde sagen, dein Film darf noch ein paar Jahrzehnte weiterlaufen, richtig? Und wann gibt es das Happy End im Film? In der Mitte? Manchmal vielleicht. Nur was passiert dann? Dann plätschert der Rest des Films langweilig dahin. Wir alle erschaffen doch über den Verlauf unseres Lebens. Daher haben wir noch Zeit. Denke immer an Nina Ruge, die sagte: Am Ende wird alles gut… Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht… genau… das Ende.

Schau auf dein Leben und auf die für dich unschöne Momente mit einem Lächeln. Stell dir vor, dass du gerade gefilmt wirst und dass die Szene nur passiert, damit die Engel was zu lachen haben. Je mehr du dich aufregst, desto mehr lachen die da oben. Mein Tipp wäre: Schau dir selbst beim Denken zu und komm schneller aus dem Ärger heraus. Oder steigere dich gar nicht erst so tief hinein.

Denk einfach immer wieder an die Humorwochen beim Universum. Es werden auch wieder Zeiten (im Film) kommen, in denen alles super rund läuft.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne und humorvolle Woche.

Mut ist keine Abwesenheit von Angst

Mut ist keine Abwesenheit von Angst

Da stehe ich nun in neun Metern Höhe vor einem „fliegenden“ Snowboard, welches an zwei Seilen zwischen zwei Bäumen hängt. Meine beiden Jungs sind bereits kurz vor mir wie die Vollprofis von Baum zu Baum geboardet. Herzlich willkommen im Kletterwald Hohe Düne. Während ich mir noch überlege, wie ich nun am besten auf das Board springe, um die Distanz von ca. 10 Metern zwischen den Bäumen zu überwinden, vergesse ich für einen Moment die Höhe. Das hilft auch, denn Angst ist in solch einer Situation kein guter Begleiter. Da fällt mir ein, wie ich vor vielen Jahren Nelson Mandela in der Hotellobby eines Disney Hotels in Orlando, Florida bei einem Interview gelauscht habe. Wahrscheinlich sagte er folgenden Satz nicht in Orlando, sondern irgendwo anders. Jedoch kommt mir der folgende Satz von Nelson Mandela jetzt gerade in den Sinn: „Mut ist keine Abwesenheit von Angst, sondern ihre Überwindung“.

Nelson Mandela meint damit, dass wahre Tapferkeit darin besteht, trotz vorhandener Angst zu handeln und sich ihr zu stellen, anstatt völlig angstfrei zu sein. Wie schaut es da bei dir aus? Stellst du dich immer wieder deiner Angst oder drückst du die Angst einfach weg? Immer in der Hoffnung, dass sie irgendwann verschwindet. Manche machen das auf den ersten Blick sehr geschickt, indem sie jeden Abend das ein oder andere Fläschchen Alkohol leeren. Denn das macht die Bilder im Kopf langsamer und somit fühlt sich die Angst nicht so stark an. Nur geht sie davon nicht weg. Bei der Angst ist es wie bei der Trauer. Sie wartet auf dich. Du willst dich im Job ablenken? Die Angst wartet auf dich, bis du Feierabend machst. Du willst dich mit Alkohol ablenken? Die Angst wartet auf dich, bis du wieder nüchtern bist. Warum also nicht gleich der Angst in die Augen schauen und diese einfach mal angehen? So wie hier im Kletterpark. Ich kann da oben zittern, jammern und schimpfen, weinen oder auf mich einreden, wie doof ich doch war, hier hochzukommen. Nur das bringt mich immer noch nicht zurück auf den Boden. Es macht nur meine aktuelle Situation noch angespannter. Daher fokussiere ich mich einfach mal auf den nächsten Schritt und blende die Höhe temporär aus. Es ist schon spannend, wie leicht es meinem Gehirn fällt, mit der Angst umzugehen, wenn das Snowboard jetzt auf dem Boden liegen würde. Nur kaum hängt das gute Stück neun Meter in der Höhe, ist Panik im Kopf. Ich bin doch gesichert. Somit ist es doch ähnlich, als wenn es am Boden wäre. Manchmal fühlt sich das Leben auch wie ein Hochseilgarten an. Mein Tipp: Einen Schritt nach dem nächsten nehmen und den Fokus auf das legen, was genau vor dir liegt. Vergiss die mögliche Fallhöhe oder was alles passieren könnte. Denn du kannst dir auch am Boden den Hals brechen, wenn du blöd über eine Wurzel fällst.

Nur wo ich jetzt bin, ist keine Wurzel. Ich hänge ja immer noch in neun Metern Höhe zwischen zwei Bäumen. „Mut ist keine Abwesenheit von Angst, sondern ihre Überwindung“. Also springe ich mal mutig in Richtung der Snowboardmitte und segle fast wie auf Flügeln von Baum zu Baum. Und auf der anderen Seite stelle ich wieder einmal fest, dass die ganze Aufregung nur in meinem Kopf und die Fahrt grandios toll war. Warum also brauchte ich vorher die Angst, die mir alles kaputt machen wollte? Nein, ich brauchte sie nicht. Jedoch habe ich anerkannt, dass sie da war und bin damit umgegangen. Durch den nächsten Schritt in die richtige Richtung. Weiter und immer weiter nach vorne. Oder wie es auf dem VfB Stuttgart Trikot von Philip steht: Furchtlos und treu.

Die Wahl der eigenen Haltung

Die Wahl der eigenen Haltung

In den letzten Tagen schaue ich mir mehr oder weniger bewusst beim Vorbeifahren die Wahlplakate an der Straßenseite an. Ein Begriff taucht dabei immer wieder in meinem Blickfeld auf: Freiheit.

Was ich mich dabei selbst frage, ist: „Glaubst du, dass Freiheit etwas ist, was von außen kommen muss? Etwas, was uns die Politik geben sollte?“

Wer fragt, der führt. Das ist eine alte Lebensweisheit, die hervorragend funktioniert. Nachdem ich brav gefragt habe, erhalte ich doch kurz darauf eine Antwort auf meine Frage. Und zwar kommt die Antwort in einem Hörbuch während der Fahrt zu mir. Der Autor, Russ Harris, spricht über Viktor Frankl, der lange Zeit in einem Konzentrationslager eingesperrt war und u.a. den Bestseller „Trotzdem ja zum Leben sagen“ schrieb und folgendes sagte:

„Man kann einem Menschen alles nehmen. Nur nicht die Wahl der eigenen Haltung.“

Dieser Satz beantwortet mir direkt meine Frage. Meine eigene Haltung oder, wie ich sagen würde, meine Wahl der „Brille“, bestimmt meine Freiheit oder eben meine Eingeschränktheit. Und wie bildet sich diese „eigene Haltung“? Sie basiert auf meinen mir wichtigen Werten im Leben. Könnte es sein, dass ein Mensch in dem Moment erfolgreich und somit frei ist, sobald er gemäß seinen eigenen Werten handelt und lebt?

Ralph Waldo Emerson sagt ergänzend dazu: „Alle erfolgreichen Männer sind sich darin einig, Kausalisten zu sein.“ Mit anderen Worten: Sie sehen sich selbst als Ursache und nicht als Auswirkung dessen, was in ihrem Leben passiert. Sie haben erkannt, dass sie die Auswirkungen (Ergebnisse) selbst verursachen (durch ihren eigenen Blick auf diese Ergebnisse). Es geht also darum, die volle Verantwortung für das eigene Denken und Handeln zu übernehmen, anstatt das nachzuplappern, was andere als Wahrheit sehen. Emerson fährt fort: „Sobald Sie sagen: ‚Das habe ich erschaffen‘, machen Sie es sich zu eigen. Sie übernehmen die alleinige Verantwortung. Wenn Sie die Verantwortung für die Schaffung einer Situation übernehmen, sind Sie auch bereit, die Verantwortung für die Veränderung dieser Situation zu übernehmen. Und wenn Sie die Verantwortung für die Veränderung übernehmen, übernehmen Sie die Kontrolle über Ihr Leben.“

Da würde ich sagen… keine weiteren Fragen, euer Ehren.

Mit diesen Gedanken wünsche ich dir eine grandiose Woche mit ganz viel Freude und Freiheit.

Glaube, Gedanken, Realität: Das ‚Vater unser‘ enthüllt

Glaube, Gedanken, Realität: Das ‚Vater unser‘ enthüllt

„Komm mit mir ins Abenteuerland, auf deine eigene Reise, komm mit mir ins Abenteuerland, der Eintritt kostet den Verstand.“ Auch diese Woche summe ich immer wieder den Song „Abenteuerland“ von der Gruppe PUR vor mich hin und frage mich weiterhin, was es heißt, den Verstand zu verlieren? Darüber habe ich ja bereits vor zwei Wochen geschrieben.

Nun kam ich in dieser Woche bei meinem Mentor Neville Goddard vorbei und hörte ihn über das „Vater unser“ sprechen. Und dabei geht es im weitesten Sinne auch um den Verstand. Denn deine Realität im Außen ist eine 1:1-Reflexion deines Inneren (wie du über dich selbst denkst). Oder wie wir es im „Buch der Sprüche“ in dem dicken Geschichtenbuch lesen: „Denn wie er in seinem Herzen denkt, so ist er.“

Schauen wir uns doch zusammen das „Vater unser“ etwas genauer an. Denn ich ging viele Jahrzehnte davon aus, dass es darin um ein Gebet an eine höhere Macht geht. Und durch die Lehren von Neville Goddard habe ich die Metapher hinter diesen Zeilen endlich erkannt.

„Unser Vater“: Gott, das Universum, das Gesetz, alles, was ist, das höhere Selbst… (wie auch immer du es nennen magst). Anders ausgedrückt: Der, der das Sagen hat.

„Im Himmel“: Wo ist denn der „Himmel“? Ist es dieser blaue Bereich mit den Wolken genau über uns? Oder ist „der Himmel“ viel näher? Im Geschichtenbuch steht: „Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ Und in Lukas 17, 20–21 finden wir die Details dazu: „Und als er (Jesus oder anders ausgedrückt „Deine Vorstellungskraft“) von den Pharisäern (den anderen Menschen) gefragt wurde, wann das Reich Gottes kommen solle, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Zeichen; man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“

„Unser Vater im Himmel“: Zusammengesetzt stellt dieser Satz also die „göttliche Essenz“ in deinem Herzen dar. Es geht um dein eigenes Selbstbild von dir in deinem Herzen. Oder anders ausgedrückt: dein Unterbewusstsein (denn darin liegen all deine Erfahrungen und auch dein Selbstbild). Und wie du aus einem ersten Buch weißt, steuert dich dein Unterbewusstsein zu 95–97 % der Zeit durch den Tag. Somit ist das Unterbewusstsein „der Chef“, der das Sagen hat. Genauer gesagt dein Selbstbild über dich ist dein „Gott“, der alles bestimmt.

„Geheiligt werde dein Name“: Was ist „dein Name“? Der Name „Gottes“ ist dein „Ich bin“. Also dein „Ich bin“ in deinem Herzen (Unterbewusstsein), welches deine Gedanken und somit auch deine Handlungen bestimmt. Wir könnten auch sagen: „Geheiligt werde dein Ich bin“ – das, was du über dich selbst denkst und was nach den Buchstaben „Ich bin“ in deinen Aussagen folgt. „Ich bin ein Gewinner, ich bin glücklich, ich bin gut genug, ich bin gesund…“

„Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“: Nun wird es spannend. Alles folgt deinem Glauben. „Dein Reich komme, dein Wille geschehe…“ Und wie kommt „das Reich“ / „dein Wille“ (meine Wünsche, deine Ziele, deine Träume, deine unbewussten Gedanken über dich und was du glaubst zu schaffen… oder auch nicht) zu dir? „Wie im Himmel, so auf Erden.“ Wie du über dich in deinem Herzen (Unterbewusstsein) denkst, so wird es sich in deinem Leben manifestieren. Das Ergebnis (dein Leben) ist das Resultat von was? Von deinen Handlungen. Und die kommen woher? Von deinen Gedanken und Gefühlen. Somit ist der erste Punkt, was und wie du über dich denkst (dein Ich bin in deinem unbewussten Verstand). So wie du in deinem „Herzen“ über dich denkst, so wird auch deine Welt im Außen werden. Denkst du, du schaffst es nicht, wirst du es nicht schaffen, da du gar nicht anfängst. Glaubst du jedoch, dass es für dich möglich ist und es zu dir kommt, wirst du es erhalten, wenn du deinen festen Glauben, deine positiven Gefühle und deine aktiven Handlungen darauf ausrichtest.

„Unser tägliches Brot gib uns heute“: Sprich, gib uns heute die Ergebnisse unserer Gedanken. Es geht um die Versorgung und Erfüllung deiner eigenen Bedürfnisse. Denn die Handlung folgt immer dem Gefühl. Und das Gefühl wird durch den Gedanken angetriggert. Daher erkennen wir am „täglichen Brot“ = am täglichen Ergebnis in unserem Leben, was wir über uns denken müssen, damit dieses Ergebnis so ist, wie es aktuell ist. 1. Gedanken 2. Gefühle 3. Handlung 4. Resultat (Brot)

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“: Dieser Satz betont die Bedeutung von Vergebung und Loslassen von Negativität. Was wir gestern „falsch“ gemacht haben, war gestern. Vergiss es. Vergib dir. Und vergib anderen Menschen, die dir anscheinend unrecht getan haben. Denn solange du negatives und ungewolltes festhältst, hast du keine Hand für Neues frei. Lass es los. Denn sonst nimmst du weiterhin täglich das Gift und hoffst, dass der andere Tod umfällt. Und das wird nicht passieren.

„Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“: Hierbei geht es um den Wunsch nach Führung und Schutz vor negativen Einflüssen. Das „Böse“ ist keine externe Macht und auch kein Männchen mit roten Hörnern, sondern der Unglaube basierend auf deiner Vergangenheit. „Ich kann ja nicht, weil ich damals … erlebt habe.“ Erlöse mich von diesem negativen Denken (über mich) und führe mich auch nicht in Versuchung, diesem Negativen weiterhin Glauben zu schenken, denn sonst werden auch weiterhin meine Handlungen dadurch einschränken sein.

„Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit“: Hier wird die Kraft deines eigenen Bewusstseins und die Rolle deiner Vorstellungskraft bei der Gestaltung deiner eigenen Realität betont. „Denn dein“ – dein Selbstbild, ist „das Reich“ – was du in der Welt als Ergebnis sehen wirst. „Und die Kraft“ – alle Kraft geht von deinem „Ich bin“ (Selbstbild im Unterbewusstsein) aus. „Und die Herrlichkeit“ – deine eigenen Gedanken erschaffen deine Welt und das wird „in Ewigkeit“ so sein. Deine Art zu denken bestimmt deine Art zu Leben. Oder anders gesagt; Die Qualität deiner Gedanken (über dich und die Welt) bestimmt die Qualität deines Lebens. „Denn wie er in seinem Herzen denkt, so ist er.“ (Buch der Sprüche).

„Amen“: Die Übersetzung von „Amen“ ist „So sei es“. Eine Bestätigung, dass dein Leben (das Resultat) immer ein Ergebnis deines Denkens ist. Und dieses Denken wird durch deine Meinung über dich (dein Selbstbild) gesteuert (was ich dir in meinem zweiten Buch im Detail beschreibe).

In diesem Sinne wäre es wohl eine äußerst nützliche Idee, dir ab Jetzt genau zu überlegen, was du über dich denkst und sagst. Denn dein Handeln wird genau diesem „Glauben“ folgen. Kleiner Glauben = kleine Handlung = kleine Ergebnisse. Großer Glauben = großes Handeln = große Ergebnisse.

Und auch diesen Satz kennst du schon von mir. Er ist von Henry Ford und fasst alles schön zusammen:

„Ob du glaubst, du kannst es, oder ob du glaubst, du kannst es nicht: Du hast recht.“

Amen.

Liebe Grüße und dir eine schöne Woche im neuen Abenteuerland aller Möglichkeiten.