Sollten Sie jemals Ihr Ziel anpassen?

„Lebe Vegan“ Alicia Silverstone

In meinem Gespräch mit Schauspielerin Alicia Silverstone (u.a. Batman und Robin) zum Thema „Was ist das Wichtigste, um erfolgreich im Leben zu sein“, teilte sie diese Weisheit mit mir.

„Lebe Vegan“ war die erste Antwort dieser Art. In all meinen über 380 Gesprächen mit erfolgreichen Menschen, sagte bisher noch niemand auf die Frage „was ist das Wichtigste, um erfolgreich im Leben zu sein“, dass man Vegan leben soll. Meine Aufmerksamkeit war geweckt. „Du bist dadurch ganz anders mit der Welt und allen anderen Dingen verbunden“ erzählt mir Alicia Silverstone. „Ich habe sogar ein Buch darüber geschrieben, so wichtig finde ich das Thema“. Aha, Amazon sei Dank, liegt dieses Buch nun neben mir.

Meine Rezepte für eine bessere Welt“

Ein sehr schöner Buchtitel, wie ich finde. Ich habe bisher nur quer gelesen. Ob mich das Buch nun komplett von Fleisch fernhält, weiss ich nicht. Da jedoch die veganen Produkte mittlerweile nicht mehr wie nasse Zeitung, sondern mehr und mehr wie das Original schmecken, könnte ich das doch irgendwann einmal in Erwägung ziehen. Aktuell bin ich in der Zeit des Fastens – somit ein Teilzeit Veganer. Im vergangenen Jahr hatte ich mich zum ersten Mal spontan dazu entschieden. Pastor Jentezen Franklin aus den USA hatte dazu Anfang des Jahres aufgerufen. Von wegen Vorbereitung. Ich habe mich kurz eingelesen und schon war ich drei Tage lang nur auf Wasser und danach 18 Tage rein pflanzlich unterwegs.

Achtung bei der Umstellung

Komischerweise fiel es mir im letzten Jahr als Anfänger recht leicht. Zwar waren zu Beginn des Jahres viele Einweihungsfeiern, Events und Vorträge, so dass ich manchmal weinend am Buffet stand. Keine kleinen Häppchen, nix mit Pizza und auch keine Nachtischauswahl, geschweige denn Cocktails. Tja, ich habe trotz der Vielzahl an Versuchungen widerstanden. Daher wollte ich diesen Schwung dieses Jahr wieder aufnehmen. Montagabend kam mir in den Sinn, dass es ab dem 5.1. wieder mit dem Fasten losgeht. Jedoch … warum denn warten? Auf was oder wen? Beim Blick in meinen Terminkalender verzog ich die Mundwinkel. Genauso wie im letzten Jahr…wieder viele Events, Vorträge und Meetings zum Mittagessen bis Ende Januar. Bravo. Und ich sitze dann wieder mit meinem Salat im Steakhouse. Daher … je früher ist starte, desto früher bin ich fertig.

Eine klare Entscheidung treffen

Nichts desto trotz entschied ich am Montagabend, ab Dienstagmorgen zu fasten. Von wegen Essenplan machen, Einkaufen gehen, in der Woche vorher die Speisen, Zucker und Co reduzieren. Habe ich alles nicht gemacht. Sogar am Montag habe ich noch die ganzen Reste der Kids in mich hineingeschlungen. Somit war das eine Vollbremsung von 100 auf 0. Ich aß in den letzten Wochen alles. Lebkuchen, Stollen, Kuchen, Süß Kram usw. Daher sollte das dieses Mal vielleicht noch herausfordernder werden.

A wie Anfangen

Tag 1 lief super. Nachmittags meldete sich mein Magen, jedoch bekam er lecker Wasser und dann war alles wieder gut. Tag 2 startete gut. Nur ab dem Nachmittag ging es dann rapide bergab. Mein Kreislauf wollte auf einmal mitreden, meine Laune war im Keller und ich wurde immer gereizter. Super, wenn die Kids gerade da sind. Zudem habe ich keinen klaren Gedanken fassen können. Also, habe ich mich reagiert…

Das Ziel anpassen

Manchmal ist es auch nötig, ein Ziel anzupassen. Walt Disney nannte das „den Kritiker“. Das ist neben dem Träumer und dem Planer der Dritte im Bunde. Der Träumer denkt groß, frei von jeglicher Einschränkung. Das war ich am Montagabend. Dann kam der Planer. Das war ich mehr oder weniger am Dienstag. Einen Plan machen, wann ich wie wo bin und was ich dort essen könnte. Der Kritiker hat eine wichtige Aufgabe. Er schaut kritisch auf den Traum und den Plan und gibt seine Anmerkungen dazu. Genau diesem Kritiker habe ich am Dienstagabend nachgegeben. Denn wenn es mir maximal die Stimmung zerhaut, ich mich 2,5 Monate vor meinem großen Event auf nichts konzentrieren kann, die Kinder nur anraunze, dann ist es das Ziel nicht wert. Das ist einfach kein schönes Leben. Daher begann ich mit dem veganen Teil der Fastenzeit 1 Tag früher, als geplant. Und? Habe ich zu früh aufgegeben? Habe ich mein Ziel versaut? In meinen Augen nein.

Fazit

Machen Sie sich immer bewusst, dass Ihre Ziele, Ihre Ziele sind. Wenn Sie irgendjemand etwas beweisen möchten, dann bitte nur sich selber. Folgen Sie keinen Zielen, nur weil Andere diese wollen. Wenn es Ihnen dabei schlecht geht, mental oder körperlich und es einfach nicht besser wird, ist es Zeit, das Ziel oder den Weg dorthin zu verändern. Natürlich können Sie auch leiden wie die Sau. Es ist Ihr Leben und Ihre Zeit. Wenn Sie durch eine Kursändern dann eine Woche länger unterwegs sein sollten, Ihnen der Weg jedoch mehr Freude bereitet, ändern Sie den Weg. Wenn Sie an das Christkind und ein Feuerwerk am Ende des Weges warten, muss ich Sie enttäuschen. Da schiesst in der Regel niemand Raketen ab, wenn Sie durchs Ziel laufen. Warum? Es ist Ihr Ziel. Wenn dann, schiessen Sie selbst Raketen ab. Oder Sie machen Brot statt Böller. Auch recht. Wie schrieb Julien Backhaus vom ERFOLG Magazin das so sinngemäß auf Facebook: „Ich weiss noch nicht, wie ich das Brot nun in die Luft bekommen soll und wie lange es wirklich brennt“. Ob mit oder ohne Raketen – haben Sie Spaß auf dem Weg und nehmen die finale Zielerreichung gerne als Bonus mit.

Über den Autor:

„Wenn Mitarbeiter ihre Fähigkeiten und Leidenschaft nutzen, um gemeinsam am Unternehmenserfolg zu arbeiten, werden Kunden zu Fans und Ihr Umsatz explodiert.“ Norman Gräter

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