So funktioniert Kommunikation

„Sei zu Diensten“ Giancarlo Esposito

In meinem Gespräch mit Schauspieler Giancarlo Esposito (u.a. Better Call Saul) zum Thema „Was ist das Wichtigste, um erfolgreich im Leben zu sein“, teilte er diese Weisheit mit mir.

Am Anfang war das Wort…und das Wort war bei Gott…Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist…

Was soll Ihnen diese biblische Einleitung sagen? Die mächtigste Waffe auf dieser Welt ist das Wort. Und wenn Worte in der falschen Form genutzt werden, kann dies verheerende Folgen haben. Wenn die richtige Kommunikation zwischen Menschen scheitert, bricht alles andere dahinter nach und nach weg. Um sich selbst und anderen zu Diensten sein zu können, ist daher eine gute Kommunikation wichtig.

Gleich und doch unterschiedlich

Oft sprechen wir über vermeintlich gleiche Dinge. Jedoch kann ausser uns selbst keiner unsere komplexe Denkweise verstehen. Wir sprechen von einem blauen Himmel und jeder hat ein anderes Bild im Kopf. Jeder sieht die Welt, wie er sie sehen möchte. Was wir von der Welt wahrnehmen und meinen zu sehen, ist eine gefilterte Version analog unserer Interessen, Einstellungen und Glaubenssätze. Was wir als real deuten, hat mit der wirklichen Realität nichts zu tun. Es ist eine auf unsere Wünsche und Bedürfnisse zugeschnittene und stark fokussierte Variante. Somit gibt es auch kein richtig und kein falsch.

Was fehlt?

Erschwerend kommt dazu, dass Sie oft nur einen Bruchteil aller Informationen haben und sich daraus dann aufgrund Ihrer eigenen Erfahrungen und Einstellungen „schnell die richtige Meinung“ bilden. Wo gehen denn die wichtigen Informationen verloren? Sie lassen gerne die für Sie klaren Fakten weg. „Bestellst du mir einen Kuchen?“ „Ja, gerne. Was für Einen?“ „Ja, wie immer…“. Alle Dinge, die für uns klar sind, lassen wir gerne in unserer Kommunikation weg, was es für unser Gegenüber oft herausfordernd macht.

Zuhören

Eine weitere Kunst der Kommunikation ist das Zuhören. Wollen wir die Aufmerksamkeit des Anderen, müssen wir ihm zuerst einmal unsere Aufmerksamkeit schenken und zuhören. Wir hören fünfmal so viel zu, wie wir schreiben, dreimal so viel wie wir lesen und anderthalbmal so viel, wie wir selbst sprechen. Fast 50% unserer gesamten Kommunikationszeit verwenden wir somit auf das Zuhören. Eine Kunst, die uns niemals beigebracht wurde. Wir hören hin, jedoch nicht zu.

Fazit

Es kommt noch eine Sache erschwerend hinzu. Wir können höchstens 150 – 200 Worte pro Minute sprechen. Unser Verstand jedoch kann 10x so viel in einer Minute aufnehmen. Um diese „Lücke“ zu füllen, sucht sich unser Gehirn eine Ablenkung. Daher triften wir dann in manchen Fällen irgendwann vom Thema ab, wenn wir z.B. einem Redner oder Lehrer zuhören. Außer uns fesselt das Thema so dermaßen, dass wir durch unsere eigenen Gedanken zum Thema diese Lücken füllen. Sprechen Sie viel in Bildern und Geschichten, um dieser Falle zu entgehen.

Über den Autor:

„Wenn Mitarbeiter ihre Fähigkeiten und Leidenschaft nutzen, um gemeinsam am Unternehmenserfolg zu arbeiten, werden Kunden zu Fans und Ihr Umsatz explodiert.“ Norman Gräter

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