Auf meiner Suche nach dem Guten im Rahmen unseres Flugausfalls und dem dadurch verpassten Schiff blieb mir eine Aussage aus dem Gottesdienst vergangenen Sonntag besonders hängen. Und diese hätte ich nicht gehört, wären wir an Bord der Mein Schiff 3 gewesen.
„Sage dir statt: Ich bin der Einzige, der daran glaubt, lieber: Ich bin der Erste, der daran glaubt. Und wer weiß, wann du damit die Freude in einem anderen Menschen entzündest.“
Was mit dieser Aussage gemeint ist: Wir fühlen uns mit unseren Ansichten oder unseren Zielen, Wünschen und Träumen oft wie ein Außerirdischer. „Ich bin der Einzige, der daran glaubt.“ Schau mal, ob sie die Aussage „Ich bin der Erste, der daran glaubt“ nicht dich vielleicht viel leichter anfühlt. Denn du bist kein Außerirdischer mit deinen Ideen, nur weil Andere eine andere Meinung dazu haben und heute noch nicht das sehen können, was du bereits vor Monaten oder Jahren gesehen hast. Du bist nicht verrückt, vielleicht nur zu früh.
Walt Disney wurde von unzähligen Banken abgewiesen, weil diese glaubten, dass niemand einen Freizeitpark braucht, für den man Eintritt bezahlen soll. Sylvester Stallone sammelte über 1.500 „Neins“ auf dem Weg zu seiner Schauspielkarriere. Die Gebrüder Wright, die das Flugzeug erfanden, waren Fahrradmechaniker. Echt jetzt? „Die zwei Fahrradfritzen wollen ein Flugzeug erfinden? Sind die jetzt total übergeschnappt?“ So in der Art könnte das Umfeld damals gedacht haben.
Und was war bei all diesen Menschen nötig, damit wir heute deren Freizeitparks, Filme und eine völlig bequeme Art zu reisen kennen? Ein einziger Gedanke. Wahrscheinlich so etwas wie: „Ich glaube, das könnte klappen.“ Ja, sie waren die Ersten mit der Idee. Nur sie haben sich nicht wie die Einzige gefühlt. Denn bei dem Gedanken kommt oft die Angst. Die Angst, nicht genug zu sein. Die Angst, nicht mehr zur Gruppe zu gehören. Und daraus folgend: Die Angst, nicht mehr geliebt zu werden.
Das haben wir ja bereits als Babys gelernt. Kaum auf der Welt, wurden wir von Mama und Papa gefeiert. Jeder Pups wurde beklatscht. Alles, was das Kind tat, war richtig und hat zur Freude der Eltern geführt. Und irgendwann ließ die Begeisterung über das flüssige Bäuerchen und die vollen Windeln nach. Dann machte das Kind die ersten Schritte und siehe da, alle haben wieder jubelt. Was sich damals tief in uns eingeprägt hat: Aha, ich muss also etwas tun, damit andere mich toll finden. Nur wer Leistung bringt, wird belohnt. Und dann am besten eine Leistung, die dem anderen auch gefällt. Denn wer laufen kann, muss nicht mehr getragen werden. Wie praktisch für die Eltern. Der Köder muss ja dem Fisch schmecken und nicht etwas dem Angler. Richtig?
Wir haben gelernt, dass es oft wichtiger war, den Normen und Regeln zu folgen, welche die Erwachsenen zum Lachen und Strahlen brachte, anstatt das zu tun, was wir als Kind wirklich wollten. Denn dafür gab es keine Kekse. Auch kein Lob. Und du weißt ja, solange du deine Füße unter meinen Tisch… ach, die alte Leier.
Und wenn die Welt dir heute sagt, dass dein Traum oder deine Idee großer Humbug ist – was machst du dann? Weißt du, dass du genug bist? Weißt du, dass du geliebt bist? Weißt du, was für ein großartiger Mensch du bist? Egal, was die anderen sagen? Denn es gibt Menschen auf dieser Welt, die dich bei deinen Ideen unterstützen und dich inspirieren, den Weg weiterzugehen. Ob es unsere Karibik Rebellen Community oder veränderungsoffene Menschen sind. Finde sie. Denn sie werden dich auf deinem Weg unterstützen, auch wenn du der Erste bist.
„Die Welt braucht mehr verrückte Leute. Schaut euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben“, soll George Bernard Shaw einmal gesagt haben. Und ja – recht hat er. Gehörst du nicht auch zu den etwas ver-rückten Menschen? Ver-rückt im Sinne der Norm? „So haben wir es immer schon gemacht“ ist die Einstellung von Menschen, die in der Vergangenheit leben. Wir brauchen mehr Menschen, die im „Jetzt“ mit Blick auf die Zukunft leben und eine bessere Welt für uns alle anstreben, anstatt „Regeln über Sinn“ zu stellen.
Folge weiterhin deinen Zielen und Träumen. Besonders im Jahr des Feuer-Pferdes.
2026 steht für Bewegung, Unabhängigkeit und mutige Veränderungen. Für Dynamik, Leidenschaft und den Drang nach Freiheit. Und gleichzeitig fordert es uns auf, bewusster mit unserer Energie umzugehen. Wem schenkst du also deine Zeit, dein Gehör und deine Aufmerksamkeit?
Bleib dran an deinen Zielen und Träumen. Ich glaube an dich.
