Manche Antworten begleiten dich...
ein Leben lang.
Vor über 20 Jahren begann ich außergewöhnlichen Menschen dieselbe Frage zu stellen:
Was ist das Wichtigste, um erfolgreich im Leben zu sein?
Heute blicke ich auf über 400 Gespräche mit Unternehmern, Weltstars, Spitzensportlern, Künstlern und vielen anderen inspirierenden Persönlichkeiten zurück. Manche Antworten haben mich überrascht. Manche herausgefordert. Manche begleiten mich bis heute.
Und genau dort beginnt meine Geschichte.
„Sie haben an mich geglaubt, lange bevor ich selbst daran glauben konnte. Ihre Worte haben mir über Jahre Kraft gegeben, meinem Herzen zu folgen.
Heute beginnt für mich ein neues Kapitel. Danke für die Samen, die Sie damals gesät haben.“
Lucie Sauter

Hinter den Kulissen begann meine eigentliche Reise.
Eigentlich wollte ich nie selbst auf die Bühne. Mich faszinierte vielmehr, was hinter den Kulissen passierte. Dort, wo Menschen ihre Masken ablegten und einfach sie selbst waren.
Über viele Jahre durfte ich außergewöhnlichen Persönlichkeiten begegnen, zuhören und dieselbe Frage stellen. Und ich nahm ihre Perspektiven mit in mein eigenes Leben. Irgendwann geschah etwas, womit ich nie gerechnet hätte.
Aus dem Menschen hinter der Bühne wurde Schritt für Schritt selbst ein Mensch auf der Bühne.
Heute entwickelt ein Hollywood-Team genau diese Reise für die Kinoleinwand.
Zufall?
Oder begann diese Geschichte vielleicht schon viel früher?
Alles begann viel früher.
Auf diesem Bild halte ich meine Schultüte in der Hand. Damals hatte ich keine Ahnung, wohin mich mein Weg einmal führen würde.
Ich wusste nur eines:
Ich war neugierig. Neugierig auf Menschen. Neugierig auf Geschichten. Neugierig auf das Leben.
Vielleicht beginnt jede große Reise genau so.
Mit einer einzigen Frage, lange bevor wir wissen, wohin sie uns eines Tages führen wird.
Dort begann vieles von dem, was mich bis heute begleitet.
24 Jahre lang war der Würth Konzern mein berufliches Zuhause. Dort lernte ich, Verantwortung zu übernehmen, international zu denken und Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Als Eventmanager öffneten sich Türen zu Begegnungen, die mein Leben bis heute prägen. Viele der Geschichten, die ich heute auf der Bühne erzähle, haben dort ihren Anfang genommen.
Mein Studium begann hinter den Kulissen.
Während andere ihren Urlaub am Strand verbrachten, stand ich oft hinter Konzertbühnen, in Arenen oder schlief in Tourbussen. Nicht beruflich, sondern aus purer Neugier.
Ich investierte meine Freizeit, um außergewöhnlichen Menschen zu begegnen und von ihnen zu lernen. Von Menschen, die es schafften, tausende von Besuchern in zwei Stunden zum Singen, Tanzen, Lachen, Weinen und Staunen zu bringen. Woher kommt diese Gabe? Was macht sie als Führungskräfte der anderen Art so wirksam? Genau das wollte ich herausfinden.
Irgendwann wechselte ich die Seite.
Über Jahre erzählte ich meiner Kollegin Evelyn fast täglich von den Gedanken und Geschichten, die ich von außergewöhnlichen Menschen mitgebracht hatte.
Irgendwann schaute sie mich an und sagte: „Norman, erzähl das bitte nicht nur mir. Erzähl das allen Kollegen.“
Ich lachte. Denn ich war überzeugt, dass andere viel talentierter waren als ich. Doch sie ließ nicht locker.
Manchmal brauchte es genau diesen einen Menschen, der mehr in dir sieht, als du selbst sehen kannst.
Das größte Experiment meines Lebens.
Einige Monate später saß ich allein in einem Hamburger Hotelzimmer. Vor mir lag ein Coaching-Programm. Eine Frage ließ mich nicht mehr los:
„Was ist dein Ziel in drei, fünf und zehn Jahren?“
Ich dachte nach. Gerade einmal zwei Vorträge hatte ich bis dahin gehalten. Trotzdem ließ mich ein Gedanke nicht mehr los.
Wie kann ich über Zielerreichung sprechen, wenn ich selbst kein Ziel habe, das mich herausfordert?
Ich öffnete Google. "Was ist die nächste größere Halle?" Porsche Arena Stuttgart. 6.000 Plätze. Mein Chef, Prof. Dr. h.c. mult. Würth sprach immer von der Vision 2020. Also, nahm ich die auch.
"Am 24. März 2020 wird jeder Platz besetzt sein" sagte ich mir.
Ich wollte beweisen, dass ein ganz normaler Mensch ein außergewöhnliches Ziel erreichen kann, wenn er bereit ist, die Prinzipien erfolgreicher Menschen konsequent zu leben.
Deshalb dokumentierte ich jeden Schritt. Jede Entscheidung. Jeden Zweifel. Jeden Erfolg. Am Ende sollte daraus ein Tagebuch entstehen. Ein Bauplan, der anderen Mut macht, ihre eigenen Ziele anzugehen.
Also buchte ich die Halle und startete den Ticketverkauf – genau 2.020 Tage vor der Veranstaltung. Und wir verkauften im ersten Jahr die ersten 1.000 Tickets.
Zudem kündigte ich nach 24 Jahren meinen sicheren Job.
Das Abenteuer hatte begonnen.
Es gab nur einen Haken …
Zwölf Tage.
Sechs Jahre lang hatte ich auf diesen Tag hingearbeitet.
Der 24. März 2020 sollte der Beweis werden, dass ein ganz normaler Mensch ein außergewöhnliches Ziel erreichen kann.
Dann kam der Anruf.
Es herrschte ein weltweites Veranstaltungsverbot. Zwölf Tage vor der Premiere wurde die Veranstaltung von der Stadt Stuttgart untersagt.
Sechs Jahre Vorbereitung.
All mein Erspartes. Meine Lebenszeit. Mein Lebenstraum. Mein Beruf als Redner. Meine Pläne einer Tournee.
Vorbei.
Zumindest dachte ich das.
In den ersten Stunden fühlte es sich an, als wäre alles umsonst gewesen. Nicht nur die Halle. Sondern sechs Jahre meines Lebens. Ich habe das Leben verflucht, den lieben Gott und die ganze Welt.
Was, wenn guten Menschen wirklich Böses widerfährt?
Ich wusste damals noch nicht, dass das Leben mir gerade eine der wichtigsten Lektionen meiner bisherigen Reise beibrachte.
Doch bis ich das erkennen konnte, sollten noch einige Jahre vergehen.
Vielleicht beginnt Veränderung nicht mit einer Antwort.
Sondern mit einer neuen Frage.
Manchmal nimmt dich das Leben in den Schwitzkasten.
Nein. Nicht Chuck Norris. Sondern das Leben.
Es passiert etwas, womit du nie gerechnet hast. Du beginnst, an deinem Weg zu zweifeln. Dann an deinem Ziel. Und irgendwann vielleicht sogar an dir selbst.
Genau dort war ich.
Ich wusste damals nicht, wofür das alles gut sein sollte. Und ich wusste schon gar nicht, dass mich ausgerechnet der größte Rückschlag meines Lebens Jahre später an einen Ort führen würde, den ich niemals geplant hatte:
nach Hollywood.
Heute entwickelt ein Oscar-prämierter Produzent gemeinsam mit mir meine Lebensgeschichte für die Leinwand.
Nicht die Geschichte eines Mannes, bei dem alles funktioniert hat. Sondern die eines Menschen, der einen großen Traum hatte, damit auf die Nase gefallen ist und irgendwann wieder aufgestanden ist.
Vielleicht ist genau das die wichtigste Antwort, die ich auf meiner ganzen Reise gefunden habe:
Wir können nicht entscheiden, was uns das Leben vor die Füße legt.
Aber wir können irgendwann wieder entscheiden, was wir damit machen.
Und meine Geschichte?
Die ist noch lange nicht zu Ende.
Norman Gräter in den Medien
Manche Geschichten bleiben im Herzen. Andere schaffen es zusätzlich in die Medien.
