Nachdem ich mich nun seit einigen Tagen über meine schmutzigen Scheiben zuhause „aufgeregt“ habe, sind sie nun sauber. Versteh mich richtig. Es ist nicht so, dass mein Leben davon abhängt. Nur immer, wenn ich Sport mache und nach draußen schaue, sehe ich den Winterschmutz am Glas und das stört mich. Und das Gute daran ist, dass es irgendwann auch mal genug ist und der Mensch (also ich) dann ins Handeln kommt. Also habe ich die Scheiben geputzt. Mitsamt dem Rollladen. Hat mich auch gestört, wie dreckig der war. Ach Gott, ist es jetzt auf einmal hell in meinem Schlafzimmer. Geht doch. Einfach mal machen – könnte ja gut werden. Kleine Schritte verändern dein Leben.
Und während ich so die Scheiben putze, denke ich mir: Interessant, wie oft das im Leben genauso läuft. Wir sehen etwas, das uns stört und schauen trotzdem noch eine ganze Weile darauf, bevor wir etwas verändern.
Vor ein paar Tagen hatte ich einen wundervollen Vortrag bei einem Kunden. Im Anschluss sprach ich mit einigen Teilnehmern und habe wieder festgestellt, dass doch hinter ganz vielen Masken der Freude eher das Gegenteil steckt. „Nein, ich bin nicht glücklich“, habe ich immer wieder gehört. Und das hat verschiedenste Gründe, die für den Moment auch egal sind, denn jeder von uns hat von Zeit zu Zeit seine Päckchen zu tragen.
Daher heute eine kleine Erinnerung an zwei Punkte, die dir helfen, wieder die blaue Brille aufzusetzen und das Gute im Leben zu sehen.
- Eliminiere alles in deinem Leben, was dir schlechte Gefühle macht
Ich hör dich schon sagen… „Ja aber Norman, das geht doch nicht…“ Na, wer hat es denn in der Hand? Oder fangen wir vorher an… Wer hat es sich denn ausgesucht und sich dafür entschieden? Für den Arbeitsplatz. Für die Beziehung. Für die Lebensweise mit Rauchen, Alkohol trinken und Co. Für die Schmerzen, die durch deine Extremsportarten kommen. Das Land, in dem du lebst.
Du bist zu 100 % verantwortlich für die Entscheidungen in deinem Leben. Und wenn andere Menschen für dich Entscheidungen treffen und du das mit dir machen lässt, bist auch du dafür verantwortlich.
Somit ist es doch ein Einfaches, den Menschen zu finden, der alles verändern kann. Der ist auch gar nicht weit weg. Und ja, wenn du nicht jeden Lebensbereich ändern kannst oder willst, fang mit den kleinen Dingen an. Welcher Pulli kratzt schon eine ganze Weile? Welche Hose ist schon seit Wochen zu eng? Nervt dich dein nicht sauber gesaugtes Auto, deine staubige Wohnung, die dreckigen Scheiben vom Winter, dein voller Arbeitstisch? Fange an, diese Dinge zu verändern. Denn von alleine verändern sich die meisten Dinge nicht.
- Mache kleine Schritte und erschaffe dir eine Erfolgsmentalität
Schau, du kannst dir riesengroße Ziele setzen und Jahre brauchen, um sie zu erreichen. Oder du setzt dir so kleine Ziele, dass du am Tag mindestens 10 davon erreichst.
Und dir dann natürlich 10x auf die Schulter klopfst und dich beglückwünschst, was für ein Erfolgsmensch du bist. Falls du jetzt gerade lächelst und denkst: „Na, das hat doch mit Erfolg nichts zu tun, wenn die Ziele so klein sind“… lass mich dich fragen: Wer sagt das? Wer in deinem Geist meint, dass das Erreichen von kleinen Zielen keine Erfolge sind?
Du willst schlanker sein? Lauf die Treppe einmal hoch und einmal runter. Tada. Erfolg. Du bist deinem Traumgewicht 20 Treppenstufen nähergekommen. Das darfst du feiern (vielleicht nicht mit nem Donut oder einem Bier). Nur mal im Ernst: Wenn du das für einen Monat machen würdest – dich wegen jedem noch so kleinen Ziel zu feiern – glaubst du, dass du ein anderes Selbstbewusstsein hättest?
Denn auf einmal würdest du dich als absoluter Gewinnertyp sehen, da du doch all deine Ziele erreichst. Und was würde dieses Gefühl mit dir machen? Dich animieren, ab jetzt größere Ziele zu erreichen. Dein selbst geschaffenes Momentum bringt dich nach vorne.
Probiers doch mal aus. Könnte ja gut werden und klappen. 🙂 Oder du wartest weiterhin darauf, dass sich alle um dich herum verändern. Da sage ich nur: toi toi toi.
Vielleicht ist heute genau so ein Moment wie mit meinen Fensterscheiben. Der Moment, in dem du merkst: Jetzt reicht’s. Jetzt verändere ich etwas. Und dann fang einfach an. Mit einem kleinen Schritt.
