Kennst du Führungskräfte, die fachlich eine absolute 1 mit Sternchen bekommen und menschlich einfach komplett durchfallen? Leider gibt es diese Leader der alten Zeit an allen Ecken und Enden. Weißt du, heutzutage folgen Menschen nämlich Menschen und nicht Positionen. Und wenn der Mensch nicht gesehen, gehört oder respektiert wird, dann verlässt er irgendwann seine Position oder die Firma. Was also brauchst du, um als Führungskraft der neuen Zeit Menschen zu begeistern und mit auf die Reise zu nehmen? Was ist notwendig, Menschen zu führen und nicht zu verwalten?

Das Wichtigste ist: Du brauchst selbst Energie. Denn wie du in den Wald hineinrufst, so hallt es auch zurück. Wenn du keine Power und Energie hast, kannst du das auch nicht von den Menschen erwarten, die mit dir oder für dich arbeiten.

Als Nächstes wäre es sinnvoll, wenn du eine Vision hast und diese auch jeder kennt.

Die Vision zeigt auf, in welche grobe Richtung unser tägliches Tun geht. Was ist die eine Überschrift, die uns alle zusammenhält, zusammenschweißt und sicherstellt, dass wir am gleichen Ziel ankommen? Oder anders gesagt: die Antwort auf die Frage, warum wir morgens überhaupt aufstehen.

Denn Energie ohne Vision verpufft und brennt Menschen aus. Und eine Vision ohne Energie hält dich da, wo du bist, anstatt dich nach vorne zu katapultieren.

Wenn nun dein Energielevel und deine Vision stimmen und du ein Team möchtest, das dich liebt, dich unterstützt, gemeinsame Ziele erreicht, mit dir durchs Feuer geht und dir folgt…

Dann sei du zuerst für dein Team da.

Du liebst es. Du unterstützt es. Du ermutigst es. Im Englischen sprechen wir hier von den drei „I’s“: Improve (verbessern), Increase (steigern) und Influence (beeinflussen).

Wie verbessern?

Hilf Menschen, mit ihrem Alltag besser zurechtzukommen. Jeder bringt seine Sorgen mit zur Arbeit. Unterstütze dein Team dabei, mit Herausforderungen besser umzugehen. Dann ist der Fokus auch da, wo er sein soll: bei der Arbeit.

Wie steigern?

Finde heraus, ob es sich um ein Kompetenz- oder ein Motivationsproblem handelt. Hat jemand seinen Job früher gut gemacht und jetzt klappt nichts mehr? Dann fehlt es meist nicht an der Kompetenz, sondern an der Motivation.

Wie beeinflussen?

Finde heraus, was der Traum deines Gegenübers ist. Baue eine echte Verbindung auf. Und dann hilf diesem Menschen, seinen Traum leichter und schneller zu erreichen. Wie? Indem du ihn ermutigst, mehr an sich zu glauben und ihm zeigst, wie er mit Widerständen und Ablehnung besser umgehen kann.

Mein Mentor Les Brown sprach immer von „Greatness“. Sieh das Großartige in deinem Gegenüber. Schau jeden Menschen an und erkenne das Beste in ihm. Und dein wichtigster Job als Führungskraft sollte sein, anderen zu helfen, genau dieses Beste zu zeigen und für das Wohl des Unternehmens einzusetzen.

Schauen wir jedoch auf die Realität: Gute Leute werden oft verheizt und klein gehalten.

Aus der eigenen Angst heraus, dass jemand schneller, klüger oder fleißiger sein könnte und einem dann irgendwann den Job streitig macht. Wenn du mit so einer Einstellung an Menschen herantrittst, zeigst du keine Führungsstärke, sondern maximale Unsicherheit.

Denn wenn es um dein Ego geht – und nicht um den Menschen – ist es klar, dass dir niemand folgen möchte. Und genau deshalb ist es so herausfordernd, Menschen wirklich zu führen… anstatt sie nur zu verwalten.

 Da es immer um den Menschen hinter der Position geht, liebe ich mein Tun. Denn alles, was ich tue und wie ich es tue, dient dazu, Menschen mehr Selbstvertrauen und Werkzeuge an die Hand zu geben, damit sie die beste Version ihrer selbst sein können. Denn wer in seiner vollen Kraft steht und sein Leben liebt, unterstützt auch mit voller Energie die Sache, die seine persönliche Vision voranbringt. Und wie schön wäre es, wenn genau das die Ziele und Visionen des Unternehmens sind?