Ist dir auch schon aufgefallen, dass die meisten Menschen ihre Entscheidungen auf Basis ihrer Vergangenheit treffen? Was ich ab und zu höre, ist, dass „man“ sich doch der Realität stellen müsse. „Die Dinge sind in Wirklichkeit nicht so leicht, wie man sie sich wünscht.“
Und ja, die Realität ist, wie sie ist. Nur wenn du deinen Fokus dauerhaft auf das richtest, was bereits existiert, erschaffst du doch nur mehr davon, oder? Das ist ungefähr so, als würdest du jeden Tag dieselbe Straße fahren und hoffen, irgendwann an einem anderen Ort anzukommen.
Wahre Veränderung beginnt in dem Moment, in dem du gedanklich über deine vergangene und sogar aktuelle Situation hinausgehst und mehr Zeit damit verbringst, dir klarzumachen, was du wirklich willst. Erst wenn du dir genau das vorstellen kannst, öffnest du die gar nicht so magische Tür für etwas Neues in deinem Leben.
Du möchtest Frieden? Dann lege deinen Fokus auf Frieden. Denn mit dem Blick auf Krieg wird das mit dem Frieden leider nichts. Schau, die Menschheit führt seit Jahren einen Krieg gegen den Terror. Brillant auf den ersten Blick. Saudoof auf den zweiten. Denn solange wir Gleiches mit Gleichem bekämpfen, wird sich vermutlich wenig verändern.
Was heisst das jetzt für unseren Alltag in der Firma, zuhause oder irgendwo dazwischen?
Ein total aus der Luft gegriffenes Beispiel: Du regst dich mal wieder über jemanden auf. Ich gegen den Chef. Ich gegen Schatzi. Ich gegen den Nachbarn. Ich gegen die Welt.
Solange du gegen etwas bist, legst du deinen Fokus weiter auf die Herausforderung, die bereits besteht. Dadurch verstärkst du genau das, was du anders haben möchtest.
Du gibst Energie, Ressourcen und Aufmerksamkeit in etwas, von dem du doch weg möchtest. Oder etwa nicht?
Schau, die alte Version von Konfliktmanagement war: Ich gegen dich. Wir ziehen zwar am gleichen Strang, aber eben in unterschiedliche Richtungen. Ähnlich wie beim Seilziehen. Wer stärker zieht, gewinnt. Wer lauter schreit, liegt vorne. Oder wer länger durchhält, geht als Sieger vom Platz. Nur gewinnt dabei wirklich jemand? Was wäre, wenn du mit dem anderen wirklich am gleichen Strang ziehen würdest, jedoch in die gleiche Richtung? Dann würden auf einmal Beide gewinnen.
Denn solange du deine Hand gegen die Hand deines Gegenübers legst und einer von euch drückt, wird der andere den Druck erwidern, um nicht umzufallen oder weggeschoben zu werden. Nun drücken beide wie die Ochsen gegeneinander. Das kostet Kraft. Das raubt Nerven. Und auf Dauer hält das keiner durch. Was wäre, wenn du die Hand einfach herunternimmst?
Und anstatt „Ich gegen dich“ zu wählen, entscheidest du dich für: Ich und du gegen unsere Herausforderung. Plötzlich arbeiten zwei Menschen in die gleiche Richtung. Nicht gegeneinander. Sondern miteinander. Nämlich daran, das aus der Welt zu schaffen, worum es eigentlich geht: Die Herausforderung. Oder wie man im Volksmund so schön sagt: Das Problem.
Schau deshalb über das Problem hinaus und frage dich: Was möchte ich als Ergebnis haben?
Und genau darauf richtest du deinen Fokus. Frag dich doch öfters mal: „Was kann ich jetzt tun, um dieses Ergebnis möglichst leicht und einfach zu erreichen?“ Denn die spannendsten Entscheidungen entstehen aus der Vorstellung einer Zukunft, die dir auch wirklich gefällt. Triff deine Entscheidungen aus Sicht deines Zukunfts-Ichs und nicht aus Sicht deines Vergangenheits-Ichs. Denn sonst wirst du auch weiterhin das bekommen, was du bereits hast.
Vielleicht musst du gar nicht die Welt verändern. Eventuell reicht es schon, deinen Fokus zu verändern. Denn dort, wo deine Aufmerksamkeit hingeht, dort wächst auch deine (neue) Realität.
Ich glaube an dich.
Den ganzen Artikel kannst du auch in meinem Stars Backstage Podcast anhören oder anschauen:
