Ich schmunzle gerade vor mich hin. Vielleicht hast du schon mal den Satz gehört: „Wenn du etwas lernen willst, dann lehre es.“ Ich kann dem nur zustimmen, denn ich bin, glaube ich, mein größter Fan. Was habe ich eine Freude, auf die Bühne oder in meine Workshops zu gehen. Da ich mich immer von der Energie der Besucher leiten lasse, weiß ich auch nie genau, was in diesen 60 oder 120 Minuten entsteht und passiert.

Klar, ich habe meine PowerPoint, die ich immer wieder anpasse und überarbeite. Was ich dann jedoch konkret sage und erzähle, weiß ich oft erst in dem Moment, in dem die Gedanken und Geschichten durch mich hindurchfließen. Und manchmal sitze ich danach da und denke: Norman, vielleicht solltest du dir selbst öfter zuhören. Denn was mir beim Lehren und gleichzeitigen Lernen hier wieder sehr bewusst geworden ist, ist die Kraft unseres eigenen Glaubens.

Wir können alle dieselben Worte hören oder denselben Inspirationsletter lesen. Der eine geht anschließend raus und verändert etwas in seinem Leben und der andere nickt, findet alles toll und macht trotzdem weiter wie bisher. Was wäre, wenn der Unterschied nicht im Wissen, sondern in etwas ganz anderem liegen würde? Nur in was genau? Schauen wir mal kurz in unseren beliebten Bestseller – die Bibel. Da steht geschrieben:

„Er aber sprach zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens. Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.“

Als Kind schaute ich damals auf den Berg von Waldenburg und stellte mir vor, wie der ein paar Meter nach links oder rechts wandern würde, wenn ich nur daran glauben würde. Hab ich also direkt gemacht und passiert ist... nichts. Tja, wie haben wir das oft als Kinder von anderen gehört: Träume sind Schäume. Sind sie das wirklich? Denn was wäre, wenn mit dem Gleichnis gar nicht Waldenburg oder irgendein anderer Berg in der Natur gemeint war, sondern ein Berg in unseren Gedanken. Ein Berg voller „was bisher geschah“, was Schlimmes passieren könnte und Sätzen wie „Träume sind Schäume“. Hätten wir also den Glauben, nur so groß wie ein Senfkorn (das ist echt mini), würde sich dann dieser mentale Berg überwinden lassen?

Was wäre, wenn dir jemand immer wieder gesagt hätte:

„Du schaffst das.“

„Probier es einfach.“

„Du bist gut genug.“

„Natürlich darfst du erfolgreich sein.“

„Ich glaube an dich.“

Oder wenn uns jemand eine Formel gegeben hätte, wie Erfolg wirklich geht? Steve Wozniak, der Co-Gründer von Apple, gab mir vor Jahren bei unserem Treffen folgende Formel:

„Vielleicht macht Geld andere erfolgreich. Für mich ist Erfolg, zu Lachen.  Hier ist meine Formel:  H=S-F Happiness (fröhlich zu sein) = Smiles (Lachen) - Frowns (Zorn)“ 

Was wäre, wenn du gelernt hättest zu glauben, dass auch du „würdig“ genug bist, etwas leicht und einfach zu bekommen? Dass etwas möglich werden kann, wenn du fröhlich und munter am Ball bleibst? Dass es auch dir zusteht und du gut genug bist, um alles zu sein und zu haben, was du wirklich vom Herzen her in dein Leben ziehen möchtest? Denn wenn andere etwas Bestimmtes haben, warum nicht auch du?

Wenn dein Umfeld damals zu 100% an dich geglaubt hätte oder es heute tun würde, anstatt dir einfach deren gelernte oder erfahrene Glaubenssätze mitzugeben ... wo wärst du dann heute? Um es in den Worten von Bob Proctor zu sagen: Dann bräuchtest du heute ein Fernrohr, um zu sehen, wie weit du gekommen bist. Nur solange du zweifelst, haderst und auf die „Ja, aber“-Menschen hörst, wirst du wahrscheinlich kein Fernrohr brauchen.

Und vielleicht ist ein hundertprozentiger Glaube noch gar nicht nötig. Denn es genügt doch der Glaube in der Größe eines Senfkorns. Genau deshalb freue ich mich jetzt schon auf meinen heutigen Vortrag und Workshop. Denn während ich dort vorne stehe und andere Menschen dazu inspiriere, noch einmal hinzuschauen und vielleicht eine neue Blickrichtung auf sich zu legen, passiert dasselbe auch bei mir. Ich verspreche, mir selbst zuzuhören, anstatt nur hinzuhören. Und dann werde ich das Gehörte in die Tat umsetzen. Ja, das werde ich. Denn ich entscheide mich, mein Glück selbst in der Hand zu nehmen.