Führungskräfte sollen ihre Mitarbeitenden motivieren, Überlastung erkennen und für ein gesundes Arbeitsklima sorgen. Doch wer kümmert sich eigentlich um die Führungskräfte selbst?
Der HanseMerkur Longevity Leadership Report 2026 zeigt einen bemerkenswerten Widerspruch: 67 Prozent der befragten Führungskräfte fällt es leichter, auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu achten als auf die eigene. 53 Prozent arbeiten weiter, obwohl sie sich nicht arbeitsfähig fühlen.
Auch das Privatleben kommt zu kurz: Laut Studie betrifft das bei 37 Prozent der Befragten die Freundschaften, bei 33 Prozent die Familie.
„Häufig verwechseln wir im Unternehmen ständige Verfügbarkeit mit Verantwortungsbewusstsein“, erklärt Norman Gräter, mehrfach ausgezeichneter Keynote Speaker für Motivation und mentale Gesundheit.
Nach mehr als 24 Jahren in der Unternehmens- und Eventwelt kennt Gräter die Folgen aus eigener Erfahrung. Er beschreibt, wie berufliche Begeisterung dazu führen kann, dass persönliche Beziehungen und die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund geraten.
In seinem ausführlichen Beitrag „Wer kümmert sich um die Chefs? Warum gesunde Führung bei der eigenen Gesundheit beginnt“ verbindet Gräter die Studienergebnisse mit persönlichen Erlebnissen und einer weiterführenden Frage: Was bleibt von einem Menschen, wenn berufliche Anerkennung, Titel und Verantwortung eines Tages wegfallen?
Seine Botschaft: Gesunde Führung beginnt bei der eigenen Gesundheit. Beruflicher Erfolg sollte das Leben bereichern, statt es vollständig zu bestimmen.
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Studienquelle: HanseMerkur Longevity Leadership Report 2026 (Originalveröffentlichung), Befragung von 500 vollzeitbeschäftigten Führungskräften in Deutschland im August 2026.
