Kennst du diese Tage, an denen du dich wunderst, warum so wenig klappt? Als wir am Montag von Berlin nach Hamburg fuhren, waren wir eigentlich gut in der Zeit. Zwar haben wir den Bereich zum Gepäckabladen am Hafenterminal nicht gleich gefunden, aber gut. Dann schickte mich Google Maps nacheinander zu drei Tankstellen, die es zwar auf der Karte, im echten Hamburg jedoch einfach nicht gab. Am Bahnhof angekommen, stiegen wir nach der Rückgabe des Mietwagens erst einmal in die vermeintlich richtige U-Bahn. Nur dummerweise fuhr die in die für uns falsche Richtung.

Momente zum Aufregen eben. Nur dachte ich mir zwischendurch immer wieder: Es wird schon für irgendetwas gut sein. 

Kaum am Hafen angekommen, trafen wir Patrick von TUI Cruises, der vor Monaten für eine Eventreise verantwortlich war, bei der wir dabei sein durften. Unsere Freundin und Generalmanagerin Doreen stand direkt am Check-in-Schalter, als wir ankamen. Unsere Freunde und Karibikrebellen, Familie Kuper, liefen uns im Treppenhaus in die Arme. Kurz darauf trafen wir Kreuzfahrtdirektor Mario am Aufzug und unser Freund Axel Brümmer saß mit seinem Kumpel Jan im Tag & Nacht Bistro.

Für das Gastkünstlermeeting waren wir dann ein paar Minuten zu früh dran. Genau in diesem Moment kam René Meusel, der TUI Cruises Entertainmentchef aus Berlin, kurz in den Raum, begrüßte uns und musste dann auch direkt weiter. Und so ging es weiter.

Das ist schon alles ziemlich verrückt, nicht wahr? Denn fünf Sekunden früher oder später hätten gereicht, um alles zu verändern. Hätten wir die Tankstelle sofort gefunden, die richtige U-Bahn genommen oder wäre alles exakt nach unserem ursprünglichen Plan gelaufen, hätten wir möglicherweise keinen unserer Freunde an dem Nachmittag „durch Zufall“ getroffen.

Waren diese kleinen ärgerlichen Verspätungen mit dem Wissen von heute wirklich „Rückschläge“? Oder waren es einfach nur Dinge, deren Bedeutung wir in dem Moment noch gar nicht kannten. Nur in dem Moment selbst, nervt es uns, dass es nicht so läuft, wie wir geplant oder gedacht hatten.

Vielleicht fällt es dir ab heute ein bisschen leichter, dem Leben einfach mehr zu vertrauen. Mir hilft dabei immer eine Frage: Was wäre, wenn du noch gar nicht wissen kannst, wofür etwas gut sein wird? Oder was ich mir da immer gerne sagte ist: Wer weiss, wofür es gut ist. 

Das ist einfach in den Momenten, in denen alles läuft wie geplant. Dann denkst du über gar keine Frage nach, wofür es gut sein könnte. Denn es ist ja schon gut. Was ist jedoch mit den Ereignissen, die anders kommen, als geplant oder erhofft? Was wäre, wenn du beim nächsten Mal gar nicht so sehr auf eine Bewertung schaust, sondern das Jetzt so annimmst, wie es gerade ist. Mit einem einfachen Lächeln zu beginnen, wäre ein guter Start. Einfach mal lächeln und dir selbst sagen: „Ich bin gespannt, wofür das nun alles gut sein wird.“

Was würde allein dieser Gedanke mit deiner Laune machen?

Denn mal Hand aufs Herz: Warum wollen wir auf den nächsten Moment warten, der uns zum Lächeln bringt? Warum nicht auch in den „schlechten“ Momenten lächeln, denn im Nachgang war doch alles genauso, wie es hätte besser nicht sein können. Und wenn du doch irgendwann sowieso darüber lachen wirst, warum fängst du nicht einfach jetzt direkt damit an? Das spart dir mit Sicherheit eine ganze Menge schlechte Laune. Und vor allem etwas, das noch viel wertvoller ist: Lebenszeit.

Mit dieser Idee im Gepäck wünsche ich dir eine fantastische Woche und sende viele Grüße aus Reykjavík in deine Richtung.

Und falls heute irgendetwas nicht so läuft, wie du es geplant hast, sag dir: Ich bin gespannt, wofür es gut sein wird.