Business to Business ist Tod

„Wenn du neugierig bleibst, wirst du besser werden. Bleibe am Ball und überwinde deine Ängste“ Tobin Bell

In meinem Gespräch mit Schauspieler Tobin Bell (u.a. SAW) zum Thema „Was ist das Wichtigste, um erfolgreich im Leben zu sein“, teilte er diese Weisheit mit mir.

Immer wieder lese ich Berichte in denen steht, dass jegliche Form von Geschäft immer mehr zu einem H2H Geschäft wird. Es geht mittlerweile weder um ein B2C (Business to Customer / Firma zu Kunde), noch ein B2B (Business to Business / Firma zu Firma) Geschäft. H2H ist der neue Trend, den ich voll und ganz unterstützet. Was heisst nun H2H? Es steht für Human to Human (Von Mensch zu Mensch). Alle Geschäfte, die wir machen, sind von Mensch zu Mensch.

Nachdenken und umdenken

Einige Firmen haben diesen Trend jedoch noch nicht für sich erkannt. Dort geht es immer noch um die alte Denkweise. Auch geht es in diesen Unternehmen oft um Zahlen, Daten und Fakten. Der Mensch ist lediglich eine Ressource, die dazu da ist, mehr Gewinn für die Firma zu machen. Dies kommt schon alleine durch die Abkürzung HR (Human Resources) zum Ausdruck. Der Mensch ist lediglich eine Arbeitskraft, die dazu da ist, genutzt zu werden. Wo der Mensch dahinter bleibt, ist diesen Firmen egal. Drum wird diese „Resource“ im Notfall auch einfach mal ausgetauscht.

Vertrauen

Jedes Geschäft hat eine Basis. Diese Basis heisst Vertrauen. Nur wenn Sie jemanden vertrauen, werden Sie guten Gewissens Geschäfte mit dieser Person machen. Genau aus diesem Grunde ist es ratsam, dass Führungskräfte nicht den Mitarbeiter entwickeln, sondern den Menschen hinter dem Mitarbeiter. Was hilft es, die „Hülle“ Mitarbeiter besser machen zu wollen, denn der eigentliche Kern, der Mensch, komplett außen vorgelassen wird. Entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter als Menschen und fördern Sie deren Wachstum. Dann werden diese von alleine bei Ihnen im Unternehmen bleiben wollen.

Flache Hierarchien

Ein weiterer Feind der Entwicklung sind Hierarchie getriebene Unternehmen. Der Vorstand sitzt im höchsten Stock, der Fahrstuhl hat Priorität, sobald der Chef seine Karte an das Lesegerät hält und dieser Fahrstuhl hält dann auch nicht auf anderen Stockwerken an. Es geht direkt in die oberste Etage. Weltfremder kann man Führung nicht gestalten. Christoph Keese hat in seinem Buch „Silicon Valley“ einen schönen Satz zum Ausdruck gebracht. „Wen man nicht kennt, dem traut man nicht. Wem man nicht traut, mit dem macht man keine Geschäfte.“ Er bezog es auf die Investoren aus Silicon Valley, die sehr oft in Firmen investieren, die Sie mit dem Auto oder dem Fahrrad erreichen können. Sie wollen nicht per Zoom oder Telefon um die halbe Welt kommunizieren. „Ich traue nur jemanden, den ich kenne und besuchen kann.“ Wenn sich das einige Führungskräfte zu Herzen nehmen und auf ihre exklusiven Spielzeuge verzichten und stattdessen lieber wieder einen Bezug zu den Mitarbeitern herstellen würden, wäre schon viel erreicht. Denn Vertrauen ist die Basis von allem.

Fazit

Es mag sich im ersten Moment befremdlich anhören, nun den Fokus erst einmal auf den Menschen hinter dem Mitarbeiter zu lenken. Da kommen gewisse Ängste in Ihnen hoch. Das kann ich verstehen. Nur ist es doch so, dass Ihr Kunde einzig und alleine glücklich sind, wenn der Mensch hinter Ihrem Mitarbeiter sein Bestes gibt. Somit sollte Ihr Fokus weder auf Ihren Zahlen, Daten und Fakten, geschweige denn auf dem Kunden sein. Ihr Haupt Augenmerk darf auf dem Menschen hinter dem Mitarbeiter liegen. Nur wenn der happy ist, ist auch der Kunde happy. Und wenn nicht…tja, dann kommt eine einfache Formel zum Tragen. Keine Mitarbeiter = keine Firma.

Foto: pinguino k / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bell,_Tobin_(2007).jpg

Über den Autor:

„Wenn Mitarbeiter ihre Fähigkeiten und Leidenschaft nutzen, um gemeinsam am Unternehmenserfolg zu arbeiten, werden Kunden zu Fans und Ihr Umsatz explodiert.“ Norman Gräter

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